Der FC Rot-Weiß Erfurt hat am Nachmittag trotz großen kämpferischen Einsatzes eine bittere 1-2 Heimniederlage gegen den CFC einstecken müssen. Mit 26 Zählern verbessert sich der CFC dadurch auf Rang 3 im Klassement. Die Rot-Weißen rutschten dagegen bei weiterhin 19 Zählern auf den 16. Rang ab. Doch morgen spielen noch drei Teams, die noch hinter Erfurt stehen und die näher heranrücken könnten.

Stefan Krämer hatte nach der 0:4-Niederlage vor Wochenfrist in Münster seine Startformation gründlich durcheinandergewirbelt. Pablo Pigl, Okan Aydin und erstmals überhaupt in dieser Saison Daniel Brückner sassen zunächst sämtlichst auf der Bank. Daneben fehlte der gesperrte Liridon Vocaj. Dafür Christoph Menz, Luka Odak, Jannis Nikolaou und Samir Benamar von Beginn an dabei.

Der RWE begann vor 8216 Zuschauern engagiert und erarbeitete sich schnell Feldvorteile. In der 18. Minute hätte sich die Mannschaft beinahe für ihren Einsatz belohnt. Von Sebastian Tyrala kam der Ball passgenau in die Spitze zu Carsten Kammlott, der wiederum wunderbar für seinen Sturmpartner Christopher Bieber auflegte, doch der Ex-Würzburger setzte den Ball aus wenigen Metern am Tor vorbei.Eine Riesenchance in Führung zu gehen war verpasst.

Besser machten es bald darauf die Gäste aus Sachsen, die ohne ihren kurzfristig verletzten Top-Torjäger Anton Fink angereist waren. Nach einer Ecke von Dennis Mast stand Jamil Dem mutterseelenallein und drosch den Ball schmucklos in die Maschen. Wieder Dem, der im Frühjahr, beim letzten Chemnitzer Gastspiel, mit seinem damaligen Treffer zum 0-1 Erfurt das Genick gebrochen hatte. Rot-Weiß sichtlich geschockt. In der Folge wurden die Bälle zu schnell verloren. Der Spielfluss war erstmal dahin.Chemnitz brachte so die Führung ruhig in die Pause.

Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben".

Stefan Krämer

Nach dem Wechsel der RWE aber wieder mit Schwung. In der 48. Minute spielte Sebastian Tyrala Torjäger Carsten Kammlott frei, der nach einigen Wochen der Ladehemmung aus spitzem Winkel den Ausgleich machte. Jetzt ging es richtig zur Sache und es entwickelte sich ein tolles und sehr intensives Kampfspiel, das beide auf Augenhöhe führten. Tim Danneberg vergab für die Sachsen eine ähnlich gute Gelegenheit, wie sie im ersten Durchgang Christopher Bieber beim RWE gehabt hatte.(53). Und dann schlug der Moment des Daniel Frahn. Die Erfurter Abwehr konnte eine Flanke nicht klären und der Torjäger wuchtete den Ball zur erneuten Führung der Himmelblauen in die Maschen(75.). Erfurt tat alles um eine erneute Niederlage abzuwenden. Doch alle Bemühung blieb vergeblich, denn auch nach Flanke des inzwischen eingewechselten Maik Baumgarten rutschte zunächst Bieber und dann auch noch Kammlott in den Schlußminuten knapp am Ball und damit am Ausgleich vorbei.

Kommenden Freitagabend tritt die Krämer-Elf in Regensburg an.


26.11.2016 \ Profis