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Profis
27.01.2012 / Angstgegner zu Gast

Am Samstag kommt ein wahrer Angstgegner des FC Rot-Weiß zu Besuch. Gegen den VFB Stuttgart setzte es stets besonders schmerzliche Niederlagen. Im Hinspiel, als Benyamina uns mit einem Doppelschlag innerhalb weniger Sekunden nach knapp einer Stunde Spielzeit matt setzte nicht minder, als im Februar letzten Jahres daheim, als die Schwaben uns mit 1-2 daheim stoppten.

Überhaupt ist die Gesamtbilanz recht niederschmetternd. In 13 Spielen gegeneinander gab es 8 Niederlagen und nur 5 Siege. Die letzten 6 Begegnungen gingen sogar ausnahmslos an die VfB Zweitvertretung, darunter waren 2 verlorene Heimspiele des RWE. Der letzte Sieg datiert aus dem November 2008, ein Freitagabend-Spiel, das durch einen Treffer von Fabian Stenzel mit 1-0 gewonnen wurde.

Für unsere Gäste ist es erst das erste Pflichtspiel in diesem Jahr, nachdem ihre Begegnung in der Vorwoche gegen Tabellenführer Jahn Regensburg den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen war.

Beide Mannschaften sind Tabellennachbarn mit je 30 Punkten, wobei den Stuttgartern aber wie gesagt noch ein Spiel fehlt.

RW Erfurt muss dieses Duell eigentlich zwingend gewinnen um "dabei" zu bleiben. Auch weil es zuletzt  drei Spiele ohne Sieg gab. Und dann ist da noch eine andere Serie, die weh tut.  Einen Heimsieg kennen viele Fans nur noch vom Hörensagen. Zuletzt gelang so etwas vor sage und schreibe 5 (!) Monaten. Heißt: Da muss sich dringend was ändern.

Mithelfen werden dabei wieder Olivier Caillas (Sperre abgelaufen), Gaetano Manno(Verletzung auskuriert), Danso Weidlich ( letzte Woche Vater geworden). Dafür bereiten Tom Bertram und Joan Oumari Sorgen. Die beiden Innenverteidiger haben sich im Training verletzt. Der eine (Bertram) am Sprunggelenk, der andere (Oumari) hat eine Innenbanddehnung am Knie. Bei Bertram sieht es dabei eher schlechter für Samstag aus, als bei Oumari.

Eine neuerliche Heimpremiere feiert Marco Engelhardt. Der Rückkehrer, der sein Debut im Rot-Weißen Dress einst als 18jähriger im Mai 1999 gegen Altmark Stendal als Libero feierte, wird diesmal wohl wieder linker Außenverteidiger sein. Das ist zwar nicht seine Wunschposition, weil er lieber im Mittelfeld agiert, aber nach so langer Pause "ist das hinten links schon in Ordnung", meint er. Und Stefan Emmerling ergänzt: "Auch für einen Ex-Bundesligaspieler ist ein Jahr Pause keine Kleinigkeit".

Die Erwartungshaltung, die mancher Fan seit seiner Verpflichtung hat, wird von Marco Engelhardt zwar wahrgenommen, aber er bittet auch um Verständnis dafür, dass er "keine Wunderdinge garantieren" kann. Und der Trainer fügt hinzu: "Man soll sich auf unserem Platz keine Gedanken über die 2. Liga machen, ob mit oder ohne Marco. Man sollte von Spiel zu Spiel schauen und sehen, dass man Punkte sammelt. Dann zieht man irgendwann den Strich und sieht, was rausgekommen ist". Warum die Bilanz gegen die spielstarken Stuttgarter so negativ ist, kann sich der Trainer auch kaum erklären. "Aber vielleicht ist es diesmal anders, weil nicht viele aus dieser Mannschaft an dieser Bilanz beteiligt waren", orakelt er. Gespannt sein darf man auf die Ausrichtung der Gäste. Das sie defensiv sehr gut stehen können und daneben Qualität haben sich schnell zu lösen und umzuschalten, haben sie schon mehrfach bewiesen. Wir müssten in so einem Fall, der ja nicht neu wäre, beweisen, dass wir nach 5 Monaten endlich ein probates Mittel gegen einen tief stehenden Gast gefunden haben....

 

W.M.

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