Ein verwandelter Foulelfmeter reichte der SG Sonnenhof Großaspach zu einem knappen Erfolg über Rot-Weiß Erfurt. Die Thüringer zeigten zwar über weite Strecken gute Ansätze, bleiben aber weiterhin am Tabellenende.

Stark gekämpft und letztlich doch verloren, so liest sich derzeit fast jeder Spielbericht des FC Rot-Weiß. Auch das Auswärtsspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach war ein Abbild dessen. Man bot dem Tabellensechsten zwar ordentlichen Paroli, ging aber am Ende in der Fremde doch als 0:1-Verlierer vom Platz. Eine starke Phase nach Wiederanpfiff und ein verwandelter Foulelfmeter der SG Sonnenhof Großaspach besiegelte die knappe Niederlage des FC Rot-Weiß Erfurt. Die Mannschaft von Trainer David Bergner zeigte über weite Strecken der Partie viele gute Ansätze, hatte selbst in der ersten Halbzeit Pech bei einem Pfostentreffer und trauerte so einem möglichen Punktgewinn nach.

Großaspach ging selbstbewusst in die Begegnung, schließlich gewann die Elf von Trainer Sascha Hildmann die vorangegangenen drei Spiele, darunter auch ein deutlicher 5:0-Erfolg über die Bremer Zweitvertretung. Aus dem Grund gab es für Hildmann keine Veranlassung seine Startelf zu verändern.

RWE-Coach David Bergner hingegen routierte nach der 2:3-Heimniederlage gegen die Sportfreunde Lotte auf vier Positionen. Laurito, Bergmann, Odak und Razeek begannen für Möckel, Neuhold, Biankadi (alle Bank) und Brückner (verletzungsbedingt nicht im Kader).

Aspach mit Alu-Glück im ersten Durchgang

Großaspach hatte in den ersten 45 Minuten ein leichtes optisches Übergewicht, die Rot-Weißen dennoch alles im Griff. In der ersten Halbzeit verteidigte der RWE geschickt, machte die Räume eng und ließ so nur eine gute Möglichkeit der Schwaben durch Leist nach einer Standardsituation zu. Den Schuss des aufgerückten Innenverteidigers konnte Klewin jedoch mit einer starken Reaktion abwehren (18.). Großaspach, das ansonsten nicht über Halbchancen hinauskam, hatte sogar Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Carsten Kammlott nahm einen langen Ball von Odak technisch anspruchsvoll mit und setzte den Ball anschließend mit dem Außenrist an den linken Pfosten (35.) - die mit Abstand beste Möglichkeit im sonst chancenarmen ersten Durchgang. Ansonsten spielte sich das Geschehen größtenteils zwischen den Strafräumen ab.

In den zweiten Durchgang startete das Team von Großaspach dann mit viel Tempo und zahlreichen gefährlichen Offensivaktionen. Zunächst scheiterte Röttger mit einem Heber an Klewin (47.), dann köpfte Großaspachs Stürmer freistehend in die Arme des RWE-Keepers (57.). Auf der Gegenseite bot sich erneut dem agilen Kammlott die beste Gelegenheit für Rot-Weiß im zweiten Durchgang, sein Kunstschuss nach Fehler von SGS-Schlussmann Broll verfehlte den Kasten aber knapp (49.).

Thermann trifft vom Punkt

Die starke Anfangsviertelstunde des zweiten Abschnitts mündete für Großaspach dann mit einem Treffer vom Punkt. Sohm ließ Benamar im Strafraum mit einem einfachen Haken aussteigen, der Linksverteidiger daraufhin das Bein stehen - Elfmeter für Sonnenhof Großaspach. Thermann nahm sich der Sache an und hämmerte das Spielgerät mittig zum 1:0 ins Tor (64.).

Die Schwaben stellten daraufhin ihre Angriffsbemühungen weitgehend ein und verlegten sich aufs Verteidigen. Erfurt drückte noch mal, ließ im vorderen Drittel jedoch die Genauigkeit vermissen. Ein Kopfball des eingewechselten Rüdiger in der Nachspielzeit war die einzige ernstzunehmende Gelegenheit zum Ausgleich für die Rot-Weißen, die damit mit zehn Punkten auf dem letzten Tabellenplatz bleiben.

Statistik:

Tore: 1:0 Thermann (64./FE)

SG Sonnenhof Großaspach:

Broll - Thermann, Leist, Gehring, Vitzthum - Sohm, Bösel (89. Hoffmann), Hägele, Gyau – Röttger (79. Baku), Sane (68. Aschauer)

FC Rot-Weiß Erfurt:

Klewin - Odak, Laurito, Dabanli, Benamar - Menz - Razeek (65. Biankadi), Bergmann - Huth, Lauberbach (76. Rüdiger), Kammlott

Zuschauer: 1.300

18.11.2017 \ Profis