Zu einer außerordentlichen Sitzung kam der Aufsichtsrat des FC Rot-Weiß Erfurt gestern zusammen.

Auf der Tagesordnung standen personelle Veränderungen. Hendrik Breitbarth, der seit drei Jahren dabei war, ist auf eignen Wunsch ausgeschieden. In das Gremium kooptiert wurden Michael Tallai und Klaus-Dieter Bracksiek.

Tallai, Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen, die auch die Namensrechte am Steigerwaldstadion erworben hat, äußerte sich dazu wie folgt: „Grundsätzlich hatte ich bereits meine Bereitschaft für eine Kandidatur erklärt. Der Vorstoß von Präsident Frank Nowag, mit einer gemeinsamen Liste in die bevorstehenden Wahlen zu gehen und somit auch öffentlich zu zeigen, dass man an einem Strang zieht, erachte ich als äußerst konstruktiv und hilfreich“, so Tallai. Bis zur Mitgliederversammlung würden noch einige Wochen ins Land gehen, der Aufsichtsrat brauche aber bereits jetzt personelle und inhaltliche Stärkung.

Klaus-Dieter Bracksiek führt in Erfurt mit der Eumaxx Assekuranzservice GmbH die Bezirksdirektion der Continentale Versicherung a. G. „Es ist an der Zeit sich an frühere Zeiten zu erinnern und unseren Traditionsclub in eine erfolgreichere Zukunft zu führen. Dazu braucht es einen konsequenten Neuanfang“, beschreibt Bracksiek seine Intentionen. Seiner Meinung gibt es insbesondere in den Bereichen Außendarstellung, Nachwuchs, Einkaufspolitik und der strategischen Ausrichtung des Vereins erhebliches Verbesserungspotential. „Der FC Rot-Weiß braucht eine Neuausrichtung, wir müssen es gemeinsam schaffen, dass sich die Menschen in der Landeshauptstadt und in Thüringen wieder mit dem Club identifizieren.“ Bracksiek selbst will sich verstärkt um das Nachwuchsleistungszentrum kümmern.

Dem Aufsichtsrat gehören nunmehr fünf Mitglieder an, neben Tallai und Bracksiek sind dies zudem Winfried Bergmann und Stephan Ellenbeck, den Vorsitz hat nach wie vor Dr. Peter Kästner inne.

07.12.2017 \ Verein