Couragierte Erfurter Leistung nicht belohnt. Pokal-Achtelfinale endet mit unglücklicher 2:1 Niederlage für Neu-Trainer Bergner und Nasenbeinbruch bei Klewin.

Ein rassiges und kampfbetontes Pokalspiel lieferten sich am Sonntag die vom neuen Cheftrainer David Bergner verjüngte Erfurter Mannschaft – Lauberbach und Wegmann in der Startelf - und der FC Carl Zeiss Jena. Vor 8.649 Zuschauern war RWE von Beginn an die tonangebende Mannschaft und drückte aufs Tempo. Der Ball lief immer wieder gut durch die eigenen Reihen. Das alte Manko jedoch blieb, denn vor dem Tor fehlte die letzte Konsequenz oder das entscheidende Quäntchen Glück. Zunächst verzeichnete Razeek die erste Chance per Kopf (10.). Anschließend prüfte Huth Jenas Schlussmann Coppens (26., 38.). Auch Menz verfehlte im Anschluss an einen Eckball mit seinem Fernschuss das Tor nur knapp (37.). Jena tat sich in der ersten Halbzeit sehr schwer und kam kaum zu zwingenden Torchancen. Die beste Gelegenheit bot sich in Minute 16, als Günther-Schmidts Pass in die Mitte gleich von zwei Erfurtern vor zwei Gegnern geklärt werden musste. Bei tiefem Rasen, es hatte vor Anpfiff geregnet, gab es ansonsten viel Kampf und viele Zweikämpfe.

In der zweiten Hälfte erarbeitete sich Jena etwas mehr Spielanteile. Die große Angriffswucht war aber weiterhin nicht auszumachen. Das 1:0 der Hausherren fiel schließlich etwas überraschend, mit der ersten Großchance im Spiel für Jena. Eine Flanke von Brügmann konnte die RWE-Abwehr nicht klären, Günther-Schmidt nutzte den Freiraum, nahm den Ball mit der Brust an und verwandelte sicher (67.). Keine fünf Minuten später gelang dem eingewechselten Erlbeck die Vorentscheidung im Spiel. Nach Tuma-Solo und Klewin-Parade konnte der Mittelfeldakteur den Nachschuss aus der zweiten Reihe zum 2:0 (71.) verwerten. Der RWE zeigte jedoch Moral und bäumte sich gegen das drohende Pokal-Aus. Vor dem Tor blieb es allerdings meist zu ungefährlich. Der Anschlusstreffer durch Menz' Foulelfmeter (90.+4), nach Foul von Eismann an Razeek, kam letztlich zu spät. Direkt im Anschluss pfiff Schiedsrichter Greif die Partie ab. Zu allem Überfluss verletzte sich RWE-Schlussmann Klewin bei einem Zusammenprall mit Jenas Eckardt (85.) derart schwer, dass er mit einem Nasenbeinbruch ausgewechselt werden musste.

Als Fazit bleibt: Die Einstellung unter dem neuen Trainer hat gestimmt, auch wenn es noch nicht zu einem Sieg gereicht hat. Mit viel Mut und Leidenschaft präsentierte sich die von David Bergner, im Vergleich zum letzten Ligaspiel, verjüngte RWE-Elf in Jena. Insbesondere auf der gezeigten Leistung der ersten Halbzeit lässt sich aufbauen, wenn am Freitag, beim schweren Auswärtsspiel, der aktuelle Ligadritte Fortuna Köln wartet.

Statistik:

1:0 Günther-Schmidt (67.), 2:0 Erlbeck (71.), 2:1 Menz (90.+4/FE)

FC Rot-Weiß Erfurt

Klewin (85. Engl) - Wegmann, Möckel, Menz, Odak (80. Bieber) - Biankadi, Neuhold - Razeek, Benamar - Lauberbach (72. Kammlott), Huth

FC Carl Zeiss Jena

Coppens - Brügmann, Smalar, Grösch, Cros (77. Sucsuz) - Löhmannsröben (64. Erlbeck), Eismann - Eckardt, Tuma - Günther-Schmidt, Starke (46. Bock)

Zuschauer: 8.649

09.10.2017 \ Profis