Die Rot-Weißen entführen einen Punkt aus dem Berliner Poststadion

Auch von der zweiten Auswärtspartie innerhalb von fünf Tagen bringen die Schützlinge von Thomas Brdaric einen Zähler mit nach Erfurt. Ein über weite Strecken spannendes Match erlebten am Sonntag die 593 Zuschauer beim Kräftemessen zwischen dem Berliner AK und Rot-Weiß Erfurt.

Ein über weite Strecken spannendes Match erlebten am Sonntag die 593 Zuschauer beim Kräftemessen zwischen dem Berliner AK und Rot-Weiß Erfurt.

Nach ersten zögerlichen Offensivversuchen der Gastgeber kamen die Thüringer besser ins Spiel und hätten nach einer Viertelstunde in Führung gehen können. Selim Aydemir hielt aus spitzem Winkel drauf, Keeper Pascal Kühn parierte jedoch mit einem starken Reflex. Auch Aydemirs Nachschuss und ein weiterer Versuch von Sinisa Veselinovic aus der Distanz verfehlten das Ziel. Auf der Gegenseite musste sich Julian Knoll wenig später bei einer Flugeinlage mächtig strecken, um einen Freistoß von Markus Mlynikowski zur Ecke abzuwehren. Trotz der hohen Temperaturen schenkten sich die Beteiligten nichts und sorgten für ein munteres Hin und Her. Erst bekam Abu Bakarr Kargbo keinen Druck hinter seinen Schuss aus Nahdistanz, dann traf Lucas Surek die Kugel aus aussichtsreicher Position nicht voll, Danilo Dittrich setzte gleich zweifach etwas zu hoch an, am RWE-Strafraum machte es Justin Gerlach nicht besser. Erfurt blieb am Drücker und kombinierte gut. Beim Abschluss fehlte jedoch noch die Genauigkeit oder auch einfach mal das Glück, den Ball über die Linie zu bringen. So setzten die Gastgeber kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Nadelstich in Form des 1:0. Nach einem Eckball stieg Niklas Brandt nach oben und ließ Julian Knoll mit einem wuchtigen Kopfstoß ins linke Dreieck nicht den Hauch einer Abwehrchance.

Hälfte zwei ließen beide Teams etwas ruhiger angehen. Es dauerte bis zur 60. Minute, ehe ein neuerliches Raunen durch die Reihen ging. Tim Oschmann nahm am 16 mit links Maß, setzte den Ball zum Glück für die Gäste neben den Pfosten. Die Einwechslung von Ali Abu-Alfa brachte viel Schwung auf Erfurts linker Außenbahn. Immer wieder ließ der dribbelstarke Offensivmann seine Gegenspieler alt aussehen. Eine Viertelstunde vor Schluss lag der Ausgleich förmlich in der Luft. Ein erstes Zuspiel von Erfurts Nummer 28 bugsierte Sinisa Veselinovic per Kopf auf Kühns Kasten, der die Kugel an die Unterkante des Querbalkens lenkte. Einen Angriff später wurden die Gästebemühungen endlich belohnt. Wieder spielte Ali Abu-Alfa die Abwehr über links schwindelig, legte halbhoch ab auf Sinisa Veselinovic, der das Spielgerät mit der Brust zum viel umjubelten 1:1 in die gegnerischen Maschen setzte.

In den Schlusssekunden wurde es dann vor beiden Toren nochmals brenzlig. Das 2:1 für Erfurt verhinderte das Lattenkreuz, an das Velimir Jovanovic einen satten Schuss von halbrechts zimmerte. Auf der Gegenseite konnte sich Julian Knoll mit einer Glanzparade auszeichnen, so dass es beim 1:1 blieb.

Nach dem Spiel war es Cheftrainer Thomas Brdaric u.a. ein Bedürfnis, den mitgereisten Fans zu danken: "Die Fans haben uns heute wieder einmal überragend unterstützt. Es war heute eine geschlossene Teamleistung und der Matchplan wurde sehr gut umgesetzt. Wir hatten ein Chancenplus, aber vor dem Tor einfach nicht das Fortune, das du brauchst, um das Spiel zu gewinnen. Wir wussten um die gefährliche Offensive des BAK. Ich denke, wir hatten mehr Spielanteile, mehr Ballbesitz. Am Ende zählen zwar die Tore. Aber dennoch sollte uns der Auftritt heute Mut machen.“
01.09.2018 \ Profis