Der Heimspielauftakt am 2. Spieltag gegen den 1.FC Lokomotive Leipzig endete 2:2 Unentschieden. Vor 5671 Zuschauern im Steigerwaldstadion haben die Rot-Weißen Moral bewiesen und konnten gegen den 1.FC Lokomotive Leipzig zwei Mal einen Rückstand ausgleichen.

Bei den Rot-Weißen gab es im Vergleich zum letzten Heimspiel drei personelle Änderungen. Alexander Schmitt ersetzte Kevin Pino Tellez im zentralen Mittelfeld. Selim Aydemir rückte für Morten Rüdiger in die Startelf und Pierre Becken begann für Manuel Konaté-Lueken.

Bei sommerlichen Temperaturen erwischte Lok Leipzig den besseren Start in die Partie und kam bereits in der 2. Minute zur ersten Großchance der Partie, die Lukas Cichos im eins gegen eins zur Ecke abwehren konnte. Die anschließende Ecke verwertete der ehemalige Erfurter Stephane Mvibudulu zur Führung. Die Loksche dominierten im ersten Durchgang das Geschehen, standen hoch und lauerten auf weitere Möglichkeiten. So dauerte es bis zur 20. Minute, ehe der RWE zur ersten Möglichkeit der Partie kam. Selim Aydemir tankte sich über links durch und suchte aus spitzem Winkel den Abschluss. Auf der anderen Seite hatte Lok Leipzig die dicke Gelegenheit zum 2:0. Nach einem Ballverlust der Rot-Weißen in der Vorwärtsbewegung spielte Kevin Schulze einen langen Ball auf Aykut Soyak, der freistehend vor Lukas Cichos vergab. In der Folge verflachte die Partie ein wenig. Kurz vor der Halbzeitpause hatte Selim Aydemir dann die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit. Sein Fernschuss aus 25 Metern landete allerdings nur am Querbalken. So ging es mit einem 1:0 Rückstand in die Pause.

Im zweiten Durchgang zeigte der RWE ein anderes Gesicht und kam direkt zu Beginn zu einer Reihe von guten Torgelegenheiten. Folgerichtig fiel in der 51. Minute der verdiente Ausgleich durch Danilo Dittrich. Sein Distanzschuss war noch leicht abgefälscht und ging unhaltbar ins rechte obere Eck. Die Erfurter wollten nun mehr und spielten weiter mutig nach vorne. Genau in dieser Druckphase gelang Lok Leipzig die Führung zum 2:1. Nach einer starken Kombination über rechts wurde Romarjo Hajrulla freigespielt und konnte unbedrängt zum 2:1 einschieben. Thomas Brdaric reagierte und brachte mit Marc Brasnic und Ali Abu-Alfa zwei Offensivspieler. Die Rot-Weißen war nach dem erneuten Rückschlag keineswegs geschockt und zeigten Moral. So kam der RWE in der 82. Minute völlig verdient zum Ausgleich durch Selim Aydemir. Nach einem langen Ball von Danilo Dittrich setzte sich Selim Aydemir im Zentrum durch und behielt die Nerven frei vor dem Leipziger Keeper. In der letzten Minute hatte der RWE sogar noch die Chance zum 3:2, der Schlenzer des kurz zuvor eingewechselten Morten Rüdiger landete allerdings nur an der Latte.

Thomas Brdaric resümierte: In den ersten 15 Minuten haben wir unsere Nerven nicht im Griff gehabt. Das hat der Gegner gnadenlos ausgenutzt. Das darf nicht passieren, dass wir den Gegner so einladen. Später hatten wir das Spiel im Griff und hätten mehr herausholen können. Aber ich glaube, dass wir gestärkt aus diesem Spiel gehen, um in Cottbus einen Dreier zu holen.
01.08.2019 \ Profis