Die Spielphilosophie des FC Rot-Weiß Erfurt im allgemeinen und seiner Lizenzmannschaft im speziellen ist gekennzeichnet durch Aktivität in jeder Phase des Spiels. Die Mannschaft soll jederzeit agieren statt reagieren, dominant auftreten und Siegeswillen ausstrahlen.

Dazu gehört auch, dass die eigenen Stärken immer im Mittelpunkt des eigenen Spiels stehen. Nur in Ausnahmefällen wird sich nach dem Gegner gerichtet, primär gilt es immer, die eigenen Stärken auszuspielen. Auch bzw. insbesondere nach Rückschlägen soll die Mannschaft Aktivität ausstrahlen und agil und mutig auftreten.

Aus dem Grundsatz der Aktivität ergibt sich in der Folge die Fokussierung auf die Offensive des Spiels. Mit einem variablen und attraktiven, auf Angriff ausgerichteten Spielstil, sollen die Mannschaften des Vereins Tore erzielen und somit aktiv das Spiel für sich entscheiden.

Durch ein hohes Tempo und zügige, vor allem vertikale Pässe, soll der Ball in die gegnerische Hälfte befördert werden. Durch ein koordiniertes Zusammenspiel und das phasenweise Einstreuen von Risiko-Pässen soll dann eine Vielzahl von Torchancen aktiv erarbeitet werden und in letzter Konsequenz sollen diese dann in Tore verwertet werden.

Die Mannschaft soll jederzeit agieren statt reagieren, dominant auftreten und Siegeswillen ausstrahlen.

Auch in der Defensive kennzeichnet Aktivität das Spiel der Erfurter. Durch intensive Zweikampfführung soll der Ball erfolgreich erobert bzw. gewonnen werden. Daran anschließend muss konsequent und schnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet werden, insbesondere auf den Außenpositionen, um somit schnellstmöglich die Situation zu nutzen und in den Rücken der gegnerischen Abwehr zu gelangen.

Um die Region und die Stadt für die Vision und Ziele des Vereins zu begeistern, soll der Spielstil vor allem auch attraktiv sein. Attraktivität definiert sich für den Verein hierbei vor allem durch eine leidenschaftliche, beherzte und engagierte Spielweise, welche als Basis für die sportliche Philosophie und damit einhergehend die sportliche Attraktivität (Erspielen vieler Torchancen, schnelles Spiel, Agieren statt Reagieren) dient.

Der voran beschriebene Spielstil erfordert von den Spielern einen hohen Fitnesstand sowie die athletische, körperliche und auch mentale Bereitschaft, über die volle Spielzeit das Spiel aktiv, im Sinne der oben beschriebenen Bedeutung, zu gestalten.
Das verstärkte Einbauen von jungen Spielern aus dem Nachwuchs wird hier erneut zum Vorteil. Deren Belastbarkeit und deren Bereitschaft zur Leistung können höher sein als die von älteren Spielern. Auch die notwendigen konditionellen Voraussetzungen (Ausdauer, Schnelligkeit, Regenerationsfähigkeit) erfüllen die jüngeren Spieler in der Regel eher als die älteren Spieler.