Aufgrund der aktuellen Wetterlage im Nordosten musste der ursprünglich geplante erste Spieltag nach der Winterpause gegen den Greifswalder FC kurzfristig abgesagt werden. Da der FC Rot-Weiß Erfurt in der Vorbereitung witterungsbedingt kaum im Freien trainieren konnte, wich die Mannschaft auf ein Testspiel in der Kunstrasenhalle am DFB-Campus in Frankfurt am Main aus. Dort, wo sonst die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trainiert, traf der FC RWE am Sonntagnachmittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf den Drittligisten 1. FC Schweinfurt 05 und überzeugte in einem torreichen und intensiven Test.
Der Start in die Partie hätte für Rot-Weiß kaum besser verlaufen können. Bereits in der 1. Minute nutzte Benjika Caciel einen Fehler in der Schweinfurter Defensive konsequent aus und brachte die Rot-Weißen früh mit 1:0 in Führung. Der schnelle Treffer sorgte für Sicherheit im Erfurter Spiel und setzte den Gegner sofort unter Druck.
In der 12. Minute kam es zu einem harten Zusammenstoß zwischen Ayooluwa Adesida und einem Schweinfurter Gegenspieler. Nach kurzer Behandlungspause konnten beide Akteure weitermachen. Wenig später folgte ein Rückschlag für den FC RWE: Nach einer Aktion im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Schweinfurt, den Michael Dellinger in der 16. Minute sicher zum 1:1-Ausgleich verwandelte.
Die Antwort der Rot-Weißen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur drei Minuten später stellte Marco Wolf mit einem entschlossenen Abschluss die erneute Führung her (19. Minute, 2:1). Nun übernahm die Mannschaft von Cheftrainer Fabian Gerber zunehmend die Kontrolle über das Spiel. In der 23. Minute erhöhte Winterneuzugang Lucas Falcão nach einer sehenswerten Offensivaktion auf 3:1, ehe Obed Ugondu in der 29. Minute konsequent zum 4:1nachlegte. So ging Rot-Weiß mit einer deutlichen Führung in die Pause.
Weitere Chancen ließen nicht lange auf sich warten: In der 24. Minute scheiterte ein Querpass von Falcão auf den frei stehenden Ugondu nur knapp, eine Ecke von Kapitän Til Schwarz landete kurz darauf an der Latte. Auch Marco Wolf musste nach einem harten Foul von hinten in der 34. Minute kurz behandelt werden, konnte die Partie jedoch fortsetzen. Kurz vor der Pause kam Schweinfurt noch zu einer guten Möglichkeit, doch Torhüter Lorenz Otto parierte stark (37. Minute).
Zur zweiten Halbzeit wurde kräftig rotiert: Til Schwarz, Lucas Falcão und Nathan Fuakala machten Platz für die Testspieler David Widlarz, Nathan Claxton und Ricardo Henning. Rot-Weiß blieb weiterhin aktiv und suchte konsequent den Weg nach vorne. Widlarz prüfte in der 46. Minute den Schweinfurter Keeper, während Adesida in der 53. Minutemit einem starken Dribbling in den Strafraum zog, Ugondu den anschließenden Abschluss jedoch deutlich über das Tor setzte. Pech hatte erneut Marco Wolf, dessen Distanzschuss aus rund 25 Metern in der 57. Minute an die Latte klatschte.
In der 64. Minute belohnte sich der FC RWE schließlich erneut: Testspieler Ricardo Henning erzielte das 5:1. In der Folge nutzte das Trainerteam die Partie, um weiter zu experimentieren. Dadurch ging etwas die Ordnung verloren, was Schweinfurt nutzte, um durch Mustafa Özden (65. Minute) und Sebastian Müller (70. Minute) auf 5:3 zu verkürzen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gäste nach ihrem Ligaspiel am Vorabend überwiegend mit Ersatzspielern und Neuzugängen antraten, ein Umstand, der die Leistung von Rot-Weiß jedoch nicht schmälert.
Cheftrainer Fabian Gerber zeigte sich insgesamt sehr zufrieden:
„Wir haben schnell umgeschaltet, gute Steckpässe in die Tiefe gespielt, schöne Tore erzielt und waren sehr effizient.
In der Schlussphase blieb der FC RWE defensiv gefordert, ließ jedoch nichts Entscheidendes mehr zu. Nach einer Schweinfurter Ecke ging der Ball in der 80. Minute über das Erfurter Tor, eine Flanke von Ben-Luca Moritz verfehlte in der 81. Minute nur knapp ihr Ziel. In der 82. Minute kam U19-Talent Sami Chentoufi für Benjika Caciel in die Partie, ehe der Schlusspfiff ein intensives und torreiches Testspiel beendete.




