Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ setzt ihren Wachstumskurs konsequent fort: Mit dem Beitritt von fünf weiteren Vereinen umfasst das Bündnis mittlerweile 70 Klubs aus den ersten fünf Ligen des deutschen Fußballs – und ist damit zu einer der größten vereinsübergreifenden Solidargemeinschaften in der Geschichte des deutschen Fußballs gewachsen.

Neu zur Initiative „Aufstiegsreform 2025“ zählen:

  • VfB Germania Halberstadt (NOFV-Oberliga Süd)
  • VfL Halle 1896 (NOFV-Oberliga Süd)
  • SV Atlas Delmenhorst (Oberliga Niedersachsen)
  • SC Spelle-Venhaus (Oberliga Niedersachsen)
  • BSV Schwarz-Weiß Rehden (Oberliga Niedersachsen)

Alle fünf Klubs bringen Regionalliga-Erfahrung mit und kennen die Herausforderungen des aktuellen Systems – zugleich stehen sie sinnbildlich für den wachsenden Rückhalt der Reformbewegung im gesamten Unterbau des deutschen Fußballs. Der Reformwille wird damit längst auch in den Oberligen aktiv getragen.

Wunsch nach Veränderung wird über alle Ligen hinweg getragen

Tommy Haeder, Sprecher der Initiative „Aufstiegsreform 2025“, erklärt: „Die Entwicklung unserer Reforminitiative zeigt deutlich: Der Wunsch nach Veränderung wird über alle Ligen hinweg getragen – vom Profibereich bis in die Oberligen. Derzeit erhalten wir nahezu täglich neue Anfragen von Vereinen, die Teil unserer Initiative werden wollen. Weitere Beitritte zeichnen sich bereits ab, da wir mit zahlreichen Klubs im engen Austausch stehen. 70 Vereine aus ganz Deutschland sind schon heute Teil unseres Bündnisses – und der Reformwille wächst weiter. Jetzt ist die Zeit, diesen gemeinsamen Wunsch nach mehr Gerechtigkeit in konkrete Modelle zu überführen und endlich eine adäquate Antwort auf die seit mehr als einem Jahrzehnt diskutierte Regionalliga-Frage zu geben.“

Von 17 auf 70 – Initiative vervierfacht sich in nur einem Jahr

Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ wurde im Februar 2025 von 17 Vereinen aus dem Nordosten in Chemnitz ins Leben gerufen. Innerhalb von nur einem Jahr ist die Zahl der unterstützenden Klubs durch den bundesweiten Schulterschluss auf 70 Vereine angewachsen – und hat sich damit mehr als vervierfacht.

Dieses Wachstum unterstreicht eindrucksvoll, dass die Forderung nach einer strukturellen Weiterentwicklung der Regionalliga kein Einzelinteresse ist, sondern von einer breiten Basis im deutschen Fußball getragen wird, ligaübergreifend, regionsübergreifend und vereinsübergreifend.

Gemeinsames Ziel: Faire Aufstiegsregelung

Im Zentrum der Initiative steht weiterhin die klare Forderung nach einer Reform der Aufstiegsregelung zur 3. Liga, damit die Meister künftig in allen Regionalligen aufsteigen. Ziel ist es, das Leistungsprinzip konsequent in den Mittelpunkt zu stellen und für transparente, nachvollziehbare sowie gerechte Rahmenbedingungen zu sorgen.

Stimmen der neuen Vereine

„Klarer Reformbedarf bei der Aufstiegsregelung“ Manuel Rost, Sportlicher Leiter VfB Germania Halberstadt:

„Der Fußball lebt vom Leistungsprinzip. Wer über eine ganze Saison hinweg Meister wird, hat sich den Aufstieg verdient. Dieses Grundverständnis darf nicht durch Regelungen ausgehebelt werden. Meister müssen aufsteigen – alles andere ist sportlich nicht zu rechtfertigen. Gerade für Fans, Umfeld und Sponsoren ist es entscheidend, dass Leistung auch belohnt wird – nur so bleibt der Wettbewerb glaubwürdig, emotional und nachhaltig attraktiv.“

Farih Kadic, Präsident VfL Halle 96: „Als Verein aus der NOFV-Oberliga Süd unterstützen wir die Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘ ausdrücklich. Entscheidend ist, dass sportlicher Erfolg wieder verlässlich zum Aufstieg führt. Die aktuelle Struktur schafft Unsicherheiten, hat eine Zweiklassengesellschaft auf Regionalliga-Niveau etabliert und erschwert gerade im Nordosten eine nachhaltige Entwicklung. Deshalb braucht es eine Lösung, die allen Spielklassen faire Perspektiven bietet. Das ‚Kompass-Modell‘ ist dafür der richtige Ansatz, weil es die Durchlässigkeit stärkt und das Leistungsprinzip wieder in den Mittelpunkt rückt.“

Bastian Fuhrken, Vorstand vom SV Atlas Delmenhorst:

„Wir sind klar der Meinung: Meister müssen aufsteigen. Das entspricht dem sportlichen Leistungsprinzip. Gleichzeitig darf es nicht zu neuen Aufstiegshürdenfür ambitionierte Oberligisten kommen. Eine Reform ist nur dann gut, wenn sie in der Praxis für alle fair funktioniert.“

Jürgen Wesenberg, Geschäftsführer SC Spelle-Venhaus: „Der SC Spelle-Venhaus unterstützt die Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘ ausdrücklich. Für uns ist klar: Meister müssen aufgrund ihrer sportlichen Leistung direkt aufsteigen können. Wir sehen darin eine Lösung, die die Regionalligen insgesamt stärkt und gleichzeitig für die Oberliga Niedersachsen tragfähig ist – ein Gewinn für den gesamten deutschen Fußball.“

Sandy Peter Röhrbein, Sportdirektor vom BSV „Schwarz-Weiß“ Rehden: „Als Verein, der sich dem sportlichen Wettbewerb und der Fairness verpflichtet fühlt, sehen wir in der aktuellen Aufstiegsregelung klaren Reformbedarf. Die bestehende Struktur benachteiligt einzelne Regionalligen und widerspricht einem gerechten Wettbewerb. Die Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘ setzt sich für transparente und faire Aufstiegsbedingungen ein – ein Anliegen, das wir ausdrücklich unterstützen. Wir sprechen uns daher für eine Lösung aus, die allen Regionalliga-Meistern einen direkten und gerechten Aufstieg ermöglicht und die sportliche Leistung angemessen würdigt.“

Arbeitsgruppe tagt am 25. März in Frankfurt

Der Blick richtet sich auf das nächste Treffen der Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform am 25. März 2026 auf dem DFB-Campus in Frankfurt. Der Arbeitsgruppe gehören Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf Regionalligen an. Ergänzt wird das Gremium unter anderem durch Manuel Hartmann (DFB), Ansgar Schwenken (DFL) sowie den Vorsitzenden Dr. Michael Vesper. Die Arbeitsgruppe ist kein Beschlussgremium, sondern erarbeitet mögliche Lösungsmodelle für eine Reform der Regionalliga-Struktur. Die Initiative Aufstiegsreform 2025 wird den Reformprozess weiterhin konstruktiv und mit Nachdruck begleiten – getragen von mittlerweile 70 Vereinen, vereint in einem gemeinsamen Ziel: eine faire und nachhaltige Zukunft für den deutschen Fußball.

23.03.2026 \ Allgemeines