Der FC Rot-Weiß Erfurt setzt seinen starken Saisonstart fort. Vor 5.412 Zuschauern im Steigerwaldstadion gewann unsere Mannschaft bei hochsommerlichen Temperaturen mit 4:1 (2:0) gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg.
Raphael Assibey-Mensah und Laurenz Dehl sorgten vor der Pause für die Führung, ehe die eingewechselten Dustin Forkel und Robbie Felßberg nach dem Seitenwechsel für die Entscheidung sorgten. Der Magdeburger Anschlusstreffer durch Adrian Drews in der Nachspielzeit änderte nichts mehr am verdienten vierten Saisonsieg unserer Rot-Weißen.
Wie bereits an den vergangenen Spieltagen begann die Partie zunächst mit einem Protest für eine Reform der Regionalliga. Nachdem der Ball wieder rollte, entwickelte sich bei Temperaturen weit über 30 Grad eine Partie, in der beide Mannschaften zunächst versuchten, spielerische Lösungen zu finden. Die erste gute Gelegenheit gehörte unseren Rot-Weißen: Stanislav Fehler brachte einen Eckball auf den kurzen Pfosten, wo Sofiane Ikene eingelaufen war und mit seinem Kopfball das lange Eck nur knapp verfehlte (6.).
Auf der Gegenseite musste dann erstmals Jaden Rodtnick eingreifen und tat dies mit einer starken Parade. Nach einem schnellen Angriff der Magdeburger kam Jeremie Niklaus am zweiten Pfosten frei zum Abschluss, doch unsere Nummer eins machte sich groß und verhinderte mit einer starken Reaktion den Rückstand (15.).
Mit zunehmender Spielzeit übernahm Rot-Weiß immer mehr die Kontrolle. Vor allem über die Außenbahnen fanden unsere Jungs nun regelmäßig Räume. Raphael Assibey-Mensah setzte sich mehrfach über links durch und sorgte gemeinsam mit Laurenz Dehl auf der gegenüberliegenden Seite für Gefahr. In der 22. Minute fehlte nach einer guten Kombination über Assibey-Mensah, Dehl und Fehler noch die letzte Konsequenz, Magdeburgs Schlussmann konnte zweimal parieren.
Wenig später fiel dann aber die verdiente Führung. RWE spielte sich stark aus der eigenen Hälfte heraus und verlagerte das Spiel auf die rechte Seite. Dehl brachte den Ball scharf in den Strafraum, am zweiten Pfosten stand Assibey-Mensah genau richtig und vollendete zum 1:0 (29.). Der Treffer gab unserer Mannschaft zusätzlich Sicherheit. Erfurt bestimmte zunehmend das Geschehen, ließ den Ball laufen und setzte die Magdeburger Hintermannschaft immer wieder unter Druck.
Auch Fehler hatte anschließend das zweite Tor auf dem Fuß. Nach einem missglückten Rückpass der Gäste war der Angreifer aufmerksam, eroberte den Ball, verpasste jedoch den richtigen Moment zum Abschluss (32.). Zehn Minuten später wurde es erneut gefährlich: Walther fand Fehler mit einem langen Diagonalball, der den Ball stark mitnahm und nur knapp verzog. Nur wenige Augenblicke danach nutzte der FC RWE einen weiteren Fehler im Magdeburger Aufbau. Fehler umkurvte bereits den Torhüter, sein Abschluss wurde jedoch noch von einem Verteidiger auf der Linie geklärt.
Kurz vor der Pause belohnten sich unsere Rot-Weißen dann doch noch ein zweites Mal. Nach einem Ballgewinn am gegnerischen Strafraum kam Laurenz Dehl auf der linken Seite an die Kugel. Seine erste Hereingabe wurde noch geblockt, doch Dehl blieb dran, zog nach innen und schlenzte den Ball mit rechts sehenswert ins lange Eck. Das 2:0 in der vierten Minute der Nachspielzeit war gleichzeitig der Schlusspunkt einer ersten Hälfte, in der sich der FC RWE nach ausgeglichener Anfangsphase immer mehr Spielkontrolle erarbeitet hatte.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zunächst erneut unterbrochen. Tennisbälle flogen aus Protest für eine Reform der Regionalliga auf den Rasen. Als es weiterging, kamen die Gäste deutlich offensiver aus der Kabine und drängten auf den Anschlusstreffer. Wieder war Rodtnick zur Stelle, als Niklaus aus aussichtsreicher Position abschloss und unser Torhüter den Ball stark über die Latte lenkte.
Unsere Mannschaft ließ sich von dieser kurzen Drangphase jedoch nicht aus der Ruhe bringen und bekam kurz nach der Stundenmarke die große Gelegenheit zur Vorentscheidung. Romario Hajrulla setzte sich im Strafraum durch und konnte von Rick Lemke nur mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß übernahm der Gefoulte selbst, scheiterte jedoch am stark reagierenden Magdeburger Schlussmann, der auch den Nachschuss entschärfte.
Fabian Gerber reagierte anschließend mit einem Doppelwechsel und brachte Dustin Forkel und Robbie Felßberg für Hinata Gonda und Raphael Assibey-Mensah. Die Wechsel sollten sich innerhalb kürzester Zeit bezahlt machen. Nach einer Magdeburger Ecke klärte Felßberg den Ball aus der Gefahrenzone. Forkel setzte konsequent nach, eroberte die Kugel, ließ im Strafraum seinen Gegenspieler stehen und schob überlegt ins lange Eck zum 3:0 ein (65.).
Trotz des deutlichen Rückstands blieb die junge Magdeburger Mannschaft offensiv gefährlich. Stefan Korsch traf mit einem wuchtigen Abschluss die Latte und verpasste damit den möglichen Anschlusstreffer. Stattdessen schlug RWE auf der anderen Seite erneut zu – und wieder waren die eingewechselten Spieler entscheidend beteiligt.
Ayooluwa Adesida verteidigte zunächst stark nach vorne und leitete den Angriff ein. Forkel wurde auf der rechten Seite freigespielt und brachte den Ball flach in die Mitte. Fehler ließ geschickt durch und dahinter kam Felßberg zum Abschluss. Der Joker zog direkt ab und setzte den Ball flach ins kurze Eck – 4:0 für unsere Rot-Weißen (74.).
Spätestens damit war die Partie entschieden. Gerber nutzte die komfortable Führung für weitere Wechsel. Marco Wolf, Til Linus Schwarz und Neuzugang Mechak Quiala Tito kamen in die Begegnung. Dennoch spielten unsere Rot-Weißen weiter nach vorne. Wolf zwang den Magdeburger Torhüter mit einem gefährlichen Freistoß zu einer starken Parade, wenig später fand er mit einem gefühlvollen Ball auf den zweiten Pfosten Ikene, der die große Gelegenheit zum fünften Treffer nicht nutzen konnte.
Auch Benjika Caciel hatte kurz vor Schluss das 5:0 auf dem Fuß. Sein Abschluss aus rund 17 Metern strich nur knapp am Magdeburger Tor vorbei. In der Nachspielzeit mussten unsere Rot-Weißen dann doch noch den einzigen Gegentreffer des Nachmittags hinnehmen. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau schalteten die Gäste schnell um und spielten den Angriff konsequent aus. Adrian Drews vollendete zum 4:1 (90.+2).
Am deutlichen Ausgang änderte das nichts mehr. Der FC RWE brachte die verbleibenden Minuten souverän über die Zeit und setzte mit dem 4:1 gegen den 1. FC Magdeburg II seinen hervorragenden Saisonstart fort. Nach fünf Spieltagen bleibt die Mannschaft von Fabian Gerber weiterhin ungeschlagen und steht nun bei vier Siegen und einem Unentschieden.
FC Rot-Weiß Erfurt – 1. FC Magdeburg II 4:1 (2:0)
Tore:
- 1:0 Raphael Assibey-Mensah (29.),
- 2:0 Laurenz Dehl (45.+4),
- 3:0 Dustin Forkel (65.),
- 4:0 Robbie Felßberg (74.),
- 4:1 Adrian Drews (90.+2)
Zuschauer: 5.412




