Der FC Rot-Weiß Erfurt steht im Viertelfinale des Thüringenpokals. Im Achtelfinale setzte sich unsere Mannschaft am Sonntagnachmittag souverän mit 5:0 (3:0) beim 1. SC 1911 Heiligenstadt durch. Vor 2.265 Zuschauern im Gesundbrunnenstadion sorgten Stanislav Fehler, Marco Wolf und Lucas Falcão mit einem Dreierpack für die rot-weißen Treffer.
Von Beginn an übernahm unsere Mannschaft die Kontrolle über die Partie und drängte den Thüringenligisten weit in die eigene Hälfte. Bereits nach zwölf Minuten belohnte sich der FC RWE für den druckvollen Start. Benjamin Dreca wurde im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter übernahm Stanislav Fehler. Heiligenstadts Torhüter Bennet Fröhlich war zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den platzierten und scharf getretenen Strafstoß aber nicht mehr entscheidend abwehren – 1:0 für Rot-Weiß.
Auch nach der frühen Führung blieb unsere Mannschaft spielbestimmend. Heiligenstadt versuchte, über schnelle Umschaltmomente für Entlastung zu sorgen und kam in der 18. Minute zu einer seiner wenigen Möglichkeiten im ersten Durchgang. Vincent Michalek setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Ball in den Strafraum, doch Jaden Rodtnick war aufmerksam und vor Martin Fiedler zur Stelle.
Auf der anderen Seite blieb Rot-Weiß konsequent. In der 22. Minute erhöhte Lucas Falcão auf 2:0. Für den Brasilianer sollte es an diesem Nachmittag nicht der letzte Treffer bleiben. Zehn Minuten später legte Rot-Weiß nach: Boipelo Mashigo setzte Marco Wolf in Szene, der den Ball zum 3:0 im Heiligenstädter Tor unterbrachte.
Damit hatte unsere Mannschaft bereits vor der Pause für klare Verhältnisse gesorgt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es dann noch einmal hitzig. Nach einem Zweikampf mit Luca Kerkemeyer trat Heiligenstadts Maciej Wolański gegen den Erfurter nach und sah dafür die Rote Karte. Luca Kerkemeyer wurde in derselben Situation mit Gelb verwarnt. Die Gastgeber mussten die Partie somit ab der 42. Minute in Unterzahl fortsetzen.
Unmittelbar vor der Pause zeigte Heiligenstadt dennoch noch einmal seine Gefährlichkeit. Einen Freistoß des ehemaligen Bundesliga- und Zweitligaspielers Fabian Schnellhardt parierte Jaden Rodtnick und verhinderte damit den Anschlusstreffer. Mit einer verdienten 3:0-Führung für Rot-Weiß ging es schließlich in die Kabinen.
Falcão schnürt den Dreierpack
Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am grundsätzlichen Bild der Partie. Wir kontrollierten den Ball und Gegner, während die Gastgeber mit einem Mann weniger vor allem darum bemüht waren, defensiv kompakt zu bleiben. Die ganz großen Möglichkeiten blieben zunächst allerdings aus.
Cheftrainer Fabian Gerber nutzte im Laufe des zweiten Durchgangs die Gelegenheit, frische Kräfte zu bringen. In der 59. Minute kamen Til Linus Schwarz und Benjika Caciel für Marco Wolf und Boipelo Mashigo in die Partie. Wenig später sorgte Lucas Falcão endgültig für die Entscheidung.
Nach einer Ecke war der Angreifer in der 67. Minute per Kopf zur Stelle und erzielte das 4:0. Zehn Minuten später setzte Falcão den Schlusspunkt: Mit seinem dritten Treffer des Nachmittags stellte er in der 77. Minute auf 5:0 und machte damit seinen persönlichen Dreierpack perfekt.
In der Schlussphase ließ unsere Mannschaft nichts mehr anbrennen und brachte den deutlichen Vorsprung souverän über die Zeit. Nach 90 Minuten stand ein auch in dieser Höhe verdienter 5:0-Auswärtssieg und damit der Einzug in die Runde der letzten Acht.
Für den FC Rot-Weiß Erfurt geht damit die Reise im Thüringenpokal weiter. Das Viertelfinale wird vom 13. bis 15. November ausgetragen.
Die Tore:
- 0:1 Stanislav Fehler (12., Foulelfmeter)
- 0:2 Lucas Falcão (22.)
- 0:3 Marco Wolf (32.)
- 0:4 Lucas Falcão (67.)
- 0:5 Lucas Falcão (77.)




