Der FC Rot-Weiß Erfurt muss sich im Nachholspiel der Regionalliga Nordost trotz einer starken Leistung mit einem 1:1 (1:0) gegen die VSG Altglienicke zufriedengeben. Vor 5.824 Zuschauern im Steigerwaldstadion verpassten die Gastgeber es, ihre Chancen konsequent zu nutzen und wurden kurz vor Schluss durch einen Sonntagsschuss bestraft.

Rot-Weiß von Beginn an gefährlich
Unsere Mannschaft startete mutig und zielstrebig in die Partie. Bereits nach 75 Sekunden hatte Rot-Weiß die erste große Möglichkeit: Nach einer Flanke von Kapitän Til Linus Schwarz wurde der Abschluss von Stanislav Fehler noch geblockt, ehe Lucas Falcão mit einem Nachschuss Gästekeeper Luis Klatte zu einer starken Parade zwang.
Auch in der Folge blieb Rot-Weiß das gefährlichere Team. Obed Ugondu hatte früh die nächste gute Chance, verzog jedoch knapp. Die Gäste aus Berlin hatten zwar mehr Ballbesitz, kamen zunächst aber kaum zu zwingenden Aktionen.
Die größte Gelegenheit der VSG resultierte aus einem Ballverlust im Aufbau: Ex-Erfurter Jonas Nietfeld setzte den Ball aus der Distanz an die Latte (21.).

Ugondu trifft zur Führung
In der 33. Minute belohnte sich Rot-Weiß für den engagierten Auftritt – und wie: Kapitän Schwarz setzte mit einem starken Flugball aus der eigenen Hälfte Ugondu perfekt in Szene. Unser Angreifer nahm den Ball stark mit, setzte sich durch und überlupfte Klatte sehenswert zur verdienten 1:0-Führung.
Bis zur Pause blieb Rot-Weiß defensiv stabil. Die Gäste kamen zwar zu mehreren Standardsituationen, doch die Defensive um den sicheren Jaden Rodtnick ließ nichts anbrennen. Mit Applaus verabschiedeten die Fans unsere Mannschaft in die Halbzeit.

Großchancen bleiben ungenutzt
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Rot-Weiß am Drücker. Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn hatte die Mannschaft die große Chance auf das 2:0: Marco Wolf eroberte stark den Ball und bediente Fehler, der es zu genau machen wollte und knapp verzog (48.). Die Partie blieb intensiv und Rot-Weiß kam zu weiteren hochkarätigen Möglichkeiten. Die größte Chance bot sich in der 63. Minute: Nach einer sehenswerten Kombination scheiterte zunächst Wolf am Keeper, ehe Schwarz aus rund 20 Metern nur den Pfosten traf.
Die Gäste blieben vor allem über Standards präsent, doch unsere Defensive verteidigte die zahlreichen Eckbälle konzentriert und konsequent.


Später Nackenschlag durch Traumtor
Als vieles bereits nach einem Heimsieg aussah, schlug Altglienicke eiskalt zu: In der 79. Minute zog der eingewechselte Elidon Qenaj aus rund 20 Metern ab und traf unhaltbar in den Winkel – ein Sonntagsschuss zum 1:1-Ausgleich.
Zuvor hatte Nietfeld bereits per Kopf für Gefahr gesorgt, doch erst dieser Distanztreffer brachte die Gäste zurück ins Spiel. Für die Berliner setzt sich damit zudem eine starke Serie fort – unter Interimstrainer Dan Twardzik ist die VSG nun seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen.

Rot-Weiß drückt – aber ohne Ertrag
In der Schlussphase warfen unsere Jungs noch einmal alles nach vorne. Die Partie wogte hin und her, doch die entscheidende Chance blieb aus. Ugondu hatte noch eine Kontergelegenheit, sein Abschluss wurde jedoch geblockt.

Unsere Jungs zeigten über weite Strecken eine starke und engagierte Leistung, erspielt sich die besseren Chancen und sind lange auf Siegkurs gewesen. Am Ende fehlt jedoch die Konsequenz im Abschluss und ein individueller Sonntagsschuss kostet den verdienten Lohn.

16.04.2026 \ Profis