Til Linus Schwarz ließ sich 50 Minuten lang in der Puschkinschule von Grundschülern ausfragen
Lieblingsessen: Döner. Lieblingsfarbe: Blau. Lieblingsverein: nach RWE natürlich Bayern München und Tottenham. Hobbys: Gartenarbeit und Kochen. Vorbild: Thomas Müller. Lieblingstier: Adler. Traumberuf: Pilot. Lieblingsschulfach: Latein. Lieblingsfilm: Pulp Fiction.
Das waren einige der persönlichen „Basics“, die der Kapitän des FC Rot-Weiß den 35 wissbegierigen Schülerinnen und Schülern gern verriet.
Die Kinder hatten sich bestens auf den Besuch vorbereitet: FC RWE-Schals, FC RWE-Trikots und FC RWE-Fähnchen waren zahlreich vertreten. Der Klub genießt in der Stadt wieder einen guten Ruf und gewinnt dadurch neue Fans hinzu und alte zurück.
Kim, Xenia, Maja, Jakob, Henry, Anton und Adrian waren jedenfalls sehr angetan von ihrem Gast. Unter den Kindern der Grundschule 29, in der die Klassen Tiernamen tragen, hat Til Linus Schwarz nach seinem Besuch garantiert einige neue Fans gewonnen. Ihnen gestand er: „Ich will immer gewinnen. Deswegen ist jedes Spiel wichtig.“ Eine gute Grundeinstellung — auch in der Schule.
21 seiner 26 Lebensjahre spielt der in Gotha geborene Kapitän bereits Fußball. Häufig kommt er in der Abwehr zum Einsatz, am liebsten spielt er jedoch im Mittelfeld, wie er verriet. „Schwarzi“, wie ihn seine Mannschaftskameraden, Freunde und sogar seine Mutter nennen, versicherte außerdem, dass für ihn bis zum Ende seiner Karriere kein anderer Verein als Rot-Weiß infrage komme. „Es sei denn, Bayern München ruft an“, sagte er grinsend.
Auch das Geheimnis seiner Rückennummer lüftete er: Die Nummer drei habe er sich ausgesucht, weil er Fan des walisischen Stürmers Gareth Bale ist.
Nun freut sich Schwarz auf das nächste Derby gegen den Jenaer Erzrivalen im letzten Spiel der Saison. Ob er vor Spielen Rituale habe? Selbe Unterhose, selbe Socken, selbes Essen — ließ der 26-Jährige, der bislang 123 Spiele im Männerbereich für Rot-Weiß bestritten hat, durchblicken. Einen Tipp zum Ausgang des brisanten Duells ließ er sich jedoch ebenso wenig entlocken wie eine Antwort auf die Frage nach seinem Verdienst bei Rot-Weiß.
Nach 50 Minuten waren alle Fragen der Kinder beantwortet. Anschließend gab es Autogramme und RWE-Souvenirs satt. So kam am Ende jeder auf seine Kosten.
Text: Michael Keller




