Unser FC Rot-Weiß Erfurt hat bei Hertha BSC II einen späten 2:1-Auswärtssieg gefeiert. Nach der frühen Führung durch Laurenz Dehl und dem Berliner Ausgleich erzielte Dustin Forkel in der Nachspielzeit den umjubelten Siegtreffer. Rund 300 mitgereiste Rot-Weiße unter den insgesamt 899 Zuschauern sorgten für lautstarke Unterstützung.
Fabian Gerber veränderte die Startelf gegenüber dem 5:0-Heimsieg gegen den RSV Eintracht auf zwei Positionen. Stanislav Fehler und Mechak Quiala-Tito rückten für Raphael Assibey-Mensah und Romario Hajrulla in die Anfangsformation.
Nach der gemeinsamen Protestminute unter dem Motto „Meister müssen aufsteigen“ entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Mit zunehmender Spielzeit übernahm Rot-Weiß die Initiative und setzte sich häufiger in der Hälfte der Gastgeber fest. In der vierzehnten Minute wurde das belohnt: Til Linus Schwarz steckte den Ball auf der rechten Seite zu Laurenz Dehl durch, dessen Abschluss leicht abgefälscht im Berliner Tor landete.
Die Führung hielt allerdings nur knapp eine Viertelstunde. Herthas Jelani Ndi sorgte über die rechte Seite immer wieder für Gefahr. Den Ausgleich bereitete schließlich Marko Brekalo vor, der von links in den Strafraum zog und den Ball in die Mitte legte. Dort nahm Yannick Müller die Hereingabe direkt und traf zum 1:1 (25.).
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte begegneten sich beide Mannschaften weitgehend auf Augenhöhe. Hertha lauerte vor allem auf Umschaltmomente, während Rot-Weiß insbesondere nach Standards gefährlich wurde. Kurz vor der Pause landete der Ball nach einer Ecke bei Benjika Caciel, der aus kurzer Distanz jedoch nur das Außennetz traf. So ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung deutlich an Fahrt auf. Zunächst setzte Benjika Caciel einen Distanzschuss über das Tor, wenig später verfehlte Ndi auf der Gegenseite das Erfurter Gehäuse. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kam Maris Schößler zum Abschluss, doch Lorenz Otto parierte sicher zur Ecke.
Rot-Weiß wurde nun immer druckvoller. Benjika Caciel schickte Mechak Quiala-Tito in die Tiefe, dessen Abschluss aus spitzem Winkel am Außennetz landete. Die bis dahin beste Gelegenheit zur erneuten Führung hatte Stanislav Fehler in der 57. Minute: Sein Freistoß aus rund 20 Metern strich nur wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.
Nach etwas mehr als einer Stunde reagierte Fabian Gerber und brachte mit Raphael Assibey-Mensah und Romario Hajrulla neue Kräfte für die Offensive. Die beiden waren kurz darauf direkt an der nächsten gefährlichen Szene beteiligt. Assibey-Mensah trieb den Konter an und schickte Hajrulla auf die Reise, doch Herthas Torhüter erkannte die Situation früh und war im entscheidenden Moment zur Stelle.
In der Schlussphase gestalteten die Gastgeber das Spiel wieder ausgeglichener und hielten Rot-Weiß zunächst weiter vom eigenen Tor fern. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit bot sich Hertha sogar die große Möglichkeit zur Führung, doch Kebir Ali Canpolat setzte seinen Abschluss über das Tor.
Vier Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt und Rot-Weiß warf noch einmal alles nach vorn. In der 90. Minute folgte schließlich die Erlösung: Dustin Forkel erzielte mit seinem fünften Saisontreffer das 2:1 und ließ Mannschaft sowie Gästeblock jubeln. Damit war Schluss.
Dank des Last-Minute-Treffers nimmt der FC RWE drei wichtige Punkte mit zurück in die Blumenstadt.
Bereits am Samstag wartet mit dem FC Erzgebirge Aue die nächste Mammutaufgabe auf unsere Mannschaft. Kommt ins Steigerwaldstadion und unterstützt die Jungs! Danke an alle Rot-Weißen, die uns heute in Berlin lautstark unterstützt haben.




