Der FC Rot-Weiß Erfurt ist mit einem überzeugenden Heimsieg in die neue Saison der Regionalliga Nordost gestartet. Vor 8.226 Zuschauern im Steigerwaldstadion setzte sich unsere Mannschaft mit 4:1 gegen den BFC Dynamo durch. Überragender Akteur des Abends war Hinata Gonda, der bereits in der ersten Halbzeit einen Dreierpack schnürte. Den vierten Erfurter Treffer erzielte Marco Wolf.


Nach der Mannschaftsvorstellung und der Begrüßung unserer Neuzugänge sorgten beide Teams zunächst für ein gemeinsames Zeichen: In der ersten Spielminute ließen die Mannschaften den Ball ruhen, um sich für die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ stark zu machen.
Anschließend entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Anfangsphase. Während die Gäste aus Berlin kompakt standen und auf Umschaltmomente lauerten, versuchte Rot-Weiß, die Partie mit einem kontrollierten Spielaufbau an sich zu ziehen. Die erste große Möglichkeit gehörte den Rot-Weißen: Laurenz Dehl hob den Ball über die Berliner Abwehrkette in den Lauf von Benjika Caciel. Der Angreifer kam zum Abschluss, setzte die Kugel jedoch neben das Tor.


Gonda sorgt für den perfekten Start
Nur wenige Minuten später durften die Erfurter Fans erstmals jubeln. Romarjo Hajrulla verlängerte einen Ball mit dem Rücken zum Tor über die letzte Berliner Linie hinweg. Hinata Gonda erkannte die Situation frühzeitig, setzte sich ab und blieb vor dem Tor vollkommen ruhig. Der Offensivspieler schob den Ball zum 1:0 in die rechte untere Ecke und brachte das Steigerwaldstadion erstmals zum Beben.
Für Cheftrainer Fabian Gerber war dieser Treffer von besonderer Bedeutung für den weiteren Verlauf der Partie: „Hinata bleibt in der Situation cool. Das 1:0 hat uns getragen.“
Mit der Führung im Rücken übernahm unser FC RWE zunehmend die Kontrolle. Die Mannschaft agierte griffig in den Zweikämpfen, gewann viele zweite Bälle und setzte die Berliner Hintermannschaft mit ihrem direkten Spiel immer wieder unter Druck. Der BFC fand kaum Möglichkeiten, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien.


In der 20. Minute schlug Gonda erneut zu. Nach einem schnellen Erfurter Angriff kam er aus halbrechter Position zum Abschluss und zog wuchtig auf das kurze Eck. Der Berliner Schlussmann bekam zwar noch Kontakt zum Ball, konnte den Einschlag zum 2:0 jedoch nicht verhindern.


Unsere Mannschaft blieb auch danach konzentriert, ließ den Ball gut laufen und suchte nach Ballgewinnen immer wieder zielstrebig den Weg nach vorne. Die Gäste versuchten, mit einer körperlicheren Spielweise dagegenzuhalten, fanden spielerisch aber weiterhin kaum Lösungen.

Wolf erhöht – Gonda macht den Dreierpack perfekt
In der 27. Minute folgte der nächste rot-weiße Treffer. Ausgangspunkt war ein Einwurf von Laurenz Dehl. Sofiane Ikene verlängerte den Ball per Kopf in den Strafraum, wo Marco Wolf am zweiten Pfosten lauerte. Der Erfurter Mittelfeldspieler reagierte schnell und beförderte die Kugel unter die Latte – 3:0 für unseren FC RWE.


Nur wenig später hatte Wolf sogar die Möglichkeit auf seinen zweiten Treffer. Nach einem Abpraller kam er aus etwa 16 Metern frei zum Abschluss. Ein Berliner Verteidiger warf sich jedoch in letzter Sekunde in den Schuss und klärte den Ball auf der Torlinie.

Was in dieser Situation noch verhindert werden konnte, holten die Rot-Weißen in der 35. Minute nach. Niclas Walther eröffnete den Angriff mit einem präzisen Ball entlang der Seitenlinie. Dustin Forkel erlief das Zuspiel, setzte sich stark durch und legte die Kugel direkt in Richtung des zweiten Pfostens. Dort stand erneut Gonda goldrichtig und schob zum 4:0 ein.
Der Dreierpack des Japaners innerhalb von nur 22 Minuten krönte eine nahezu perfekte erste Erfurter Halbzeit. Unsere Mannschaft nutzte ihre Möglichkeiten konsequent, spielte mutig nach vorne und belohnte sich für einen starken Auftritt.


Trotz des deutlichen Rückstands gab sich der BFC Dynamo nicht vollständig auf. In der Schlussphase des ersten Durchgangs kamen die Gäste zu ihren besten Möglichkeiten. Zunächst verhinderte Lorenz Otto mit einer starken Parade den möglichen Anschlusstreffer. Kurz vor der Pause war unsere Nummer eins erneut gefordert: Nach einem gefährlichen Abschluss parierte Otto zunächst den ersten Versuch und wehrte anschließend auch den Nachschuss mit einer herausragenden Reaktion ab.

So ging der FC RWE mit einer verdienten und komfortablen 4:0-Führung in die Kabine.

Berlin verkürzt nach dem Seitenwechsel
Zum Beginn des zweiten Durchgangs brachte Fabian Gerber Robbie Felßberg für den Gelb belasteten Laurenz Dehl. Die Gäste kamen entschlossener aus der Kabine und suchten früher den Weg nach vorne. Kurz nach dem Wiederanpfiff gelang Levin Mattmüller schließlich der Anschlusstreffer zum 4:1.
Die Rot-Weißen ließen sich davon zunächst nicht aus der Ruhe bringen. Zwar übernahm der BFC nun häufiger den Ball und versuchte, mehr Druck aufzubauen, die Erfurter Defensive blieb aber aufmerksam und verteidigte die meisten Angriffe konsequent. Lorenz Otto war bei einem weiteren strammen Abschluss erneut zur Stelle und verhinderte einen zweiten Berliner Treffer.
Dennoch war Gerber mit dem Auftreten seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel nicht vollständig zufrieden: „Die zweite Halbzeit war mir teilweise zu leichtfertig. Das nervt mich. Gefühlt waren in der Pause schon alle auf dem Heimweg.“


Für unseren Cheftrainer war der zweite Durchgang deshalb auch ein warnendes Beispiel: „Egal, wie der Spielstand ist: Wir müssen den Druck hochhalten. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so aggressiv wie vor der Pause.“


Nach einer Stunde reagierte das Erfurter Trainerteam mit mehreren Wechseln. Benjamin Dreca ersetzte Romarjo Hajrulla, Raphael Assibey-Mensah kam für den dreifachen Torschützen Hinata Gonda und Stanislav Fehler übernahm den Platz von Marco Wolf. Die frischen Kräfte fanden schnell in die Partie und sorgten dafür, dass die Hausherren wieder häufiger zu eigenen Offensivaktionen kam.
In der 74. Minute wurde zudem Sofiane Ikene durch Maxime Awoudja ersetzt.


Mehrere Möglichkeiten auf den fünften Treffer
In der Schlussphase boten sich unserer Mannschaft mehrere gute Gelegenheiten, das Ergebnis weiter auszubauen. Benjamin Dreca zog zunächst kraftvoll ab, verfehlte das Tor jedoch knapp. Wenig später liefen die Erfurter einen vielversprechenden Konter in Überzahl. Dreca legte im richtigen Moment quer auf Dustin Forkel, der den Ball allerdings nicht sauber traf, sodass der Berliner Schlussmann problemlos aufnehmen konnte.


Auch Raphael Assibey-Mensah sorgte über die Außenbahn immer wieder für Gefahr. Nach einem energischen Antritt suchte er Dreca mit einem Zuspiel in die Tiefe, das die Berliner Abwehr gerade noch abfangen konnte.
Die größte Möglichkeit auf das fünfte Tor folgte in der Nachspielzeit. Assibey-Mensah setzte sich mit starkem Körpereinsatz gegen seinen Gegenspieler durch und legte den Ball mustergültig zurück. Forkel kam aus rund elf Metern zum Abschluss, setzte die Kugel aber an die Latte. Kurz darauf tauchte auch Walther noch einmal frei vor dem Berliner Tor auf, sein Schuss strich jedoch knapp am linken Pfosten vorbei.

„Zum Schluss hatten wir noch zwei oder drei riesige Chancen. Diese Situationen müssen wir besser ausspielen“, erklärte Fabian Gerber. Am hochverdienten Erfurter Heimsieg änderte dies jedoch nichts.

Der Erfolg geriet dennoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Entsprechend positiv fiel das Gesamtfazit unseres Cheftrainers aus: „Insgesamt bin ich mit dem 4:1 sehr, sehr zufrieden.“
Besonders beeindruckt zeigte sich Fabian Gerber von der Unterstützung der rot-weißen Anhänger: „Vielen Dank an diese riesige Kulisse. Während der Ferienzeit über 8.000 Menschen im Stadion zu haben, ist Wahnsinn. Wir sind glücklich, dass wir den Fans mit diesem Sieg etwas zurückgeben konnten.“

Gemeinsam mit 8.226 Fans feierte unser FC RWE damit einen rundum gelungenen Auftakt in die neue Spielzeit. Mit den ersten drei Punkten im Gepäck richtet sich der Blick nun auf die kommende Aufgabe gegen den Halleschen FC

FC Rot-Weiß Erfurt – BFC Dynamo 4:1 (4:0)

  • Tore: 1:0 Gonda (13.), 2:0 Gonda (20.), 3:0 Wolf (27.), 4:0 Gonda (35.), 4:1 Mattmüller (47.)
  • Zuschauer: 8.226


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